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Aktuelle Meldungen vom Fahrgastverband PRO BAHN e.V.
Aktualisiert: vor 5 Stunden 16 Minuten

Coronakrise - Strategien für den Öffentlichen Verkehr

vor 6 Stunden 56 Minuten
Vom heute tagenden Koalitionsausschuss der Regierungsparteien erwartet die Allianz pro Schiene eine Investitionsoffensive für den Öffentlichen Verkehr. Sie bezieht sich dabei u.a. auf eine Studie mehrerer Institute, die eine sozial-ökologisch ausgerichtete Konjunkturpolitik fordern. So sollen im ÖV-Bereich die Regionalisierungsmittel für den Schienenpersonennahverkehr sowie die Zuweisungen aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) aufgestockt werden. Das Netzwerk europäischer Eisenbahnen (NEE) bittet in einem Brief Bundeskanzlerin Merkel, sich im Rahmen des geplanten Investitionsprogramms für eine deutliche Beschleunigung der Modernisierung des Schienen(güter)verkehrs einzusetzen. Dazu hat die Organisation ein Drei-Stufen-Programm für Investitionen in einen nachhaltigen Gütertransport vorgelegt. Genauso wie NEE und Mofair weist auch ein Kommentar bei zughalt.de (der im Übrigen Mutmaßungen zu mittelfristigen Zielen der DB anstellt) darauf hin, dass einige Absichten der Bundesregierung nicht dem Schienenverkehr, sondern nur der DB AG helfen.

Verwirrung bei den Touristikbahnen

Fr., 29.05.2020 - 23:55
Während es in einigen Zügen und S-Bahnen schon wieder etwas voller geworden ist, und die Maskenpflicht dort auch gilt, weil nicht immer Mindesabstände eingehalten werden, gibt es bei den touristischen Bahnstrecken einige Verwirrung. So starten morgen in Bayern die Zugspitzbahn und die Wendelsteinbahn, während die Ilztalbahn und die Chiemgauer Lokalbahn erst mit einer Betriebsaufnahme im Juli rechnen. In NRW scheiterte der für das Pfingstwochenende geplante Start sowohl bei der Oleftalbahn als auch bei der Zahnradbahn zum Drachenfels. Warum hier anscheinend mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird, bleibt unklar.
Aktualisierung: Um 21:40 Uhr wurde der Drachenfelsbahn mitgeteilt, dass sie nun doch ab morgen (11 Uhr) fahren kann.

PRO BAHN schlägt neue Streckenvariante für Bad Schwartau vor

Fr., 29.05.2020 - 18:36
In der Diskussion über die geplante Aus- und Neubaustrecke Fehmarnbelt – Lübeck schlägt der Fahrgastverband PRO BAHN eine neue Variante für den Ausbau des Streckenabschnitts Abzweig Bad Schwartau – Bad Schwartau-Waldhalle vor, der eine Absenkung des Streckenabschnitts und die Errichtung einer neuen Bahnstation Bad Schwartau umfasst.

Vorrang für den ÖPNV

Fr., 29.05.2020 - 12:26
Momentan sehen wir einen starken Anstieg des Autoverkehrs vor allem in den Städten. Die durch die Corona-Krise verursachten positiven Zahlen beim Rückgang der Abgasbelastung drohen in den nächsten Wochen ins Gegenteil verkehrt zu werden. Der Fahrgastverband PRO BAHN setzt sich daher für eine stärkere Förderung des Ausbaus von Infrastruktur ein, die den ÖPNV beschleunigt und verhindert, dass Straßenbahnen und Busse im Stau stehen. Dass die Verteilung der Verkehrsfläche dringend verändert werden muss, ist eine anerkannte Tatsache. So schreibt zum Beispiel die Münchner Verkehrsgesellschaft heute: "Für den geplanten Ausbau des Umweltverbunds werden vor allem Flächen beansprucht, die heute dem motorisierten Individualverkehr zur Verfügung stehen."

Essen - die Straßenbahn kommt zurück

Do., 28.05.2020 - 19:16
1977 hat hat sich Essen von Straßenbahn vor dem Hauptbahnhof verabschiedet. Seitdem geht es unterirdisch durch die Innenstadt. 48 Jahre später – ab 2025 nach der momentanen Planung – soll wieder eine oberirdische Straßenbahnlinie vor dem Essener Hauptbahnhof verkehren. Die mit dem Namen "Citybahn" beworbene Linie soll ein neues Stadtviertel auf dem ehemaligen Krupp-Gelände erschließen. Heute wurden die Planungen für ersten Streckenbschnitt beschlossen. Bis 2022 soll die Planfeststellung erledigt sein, ab 2023 wird dann hoffentlich gebaut.

Stärkung des Nahverkehrs im Ruhrgebiet

Do., 28.05.2020 - 17:09
Zur Stärkung des Nahverkehrs im Ruhrgebiet haben Oberbürgermeister und Landräte zusammen mit Verkehrsunternehmen und dem Regionalverband Ruhr einen 11-Punkte-Plan unterzeichnet. Dazu haben sich 12 Verkehrsunternehmen zwischen Wesel und Hamm zur „Kooperation Metropole Ruhr“ (KMR) zusammengefunden. Als Hauptziel werden ein günstiger und einfacher Tarif genannt. Die Bewerbung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) als Modellregion des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung soll dies unterstützen. Eher noch wichtiger dürfte die beabsichtigte bessere Abstimmung der kommunalen Nahverkehrspläne sein. Der sicher ebenso wichtige Punkt "Ruhrgebietsinteressen bündeln" liest sich allerdings nicht unbedingt so, als sei er Herzensangelegenheit der Beteiligten.

DB fährt Angebot weiter hoch

Mo., 25.05.2020 - 15:26
Die DB hat heute angekündigt, ihr Angebot nach der Reduzierung aufgrund der Covid19-Epidemie weiter hochzufahren. Der Bahnkonzern reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage und möchte das Einhalten der Abstandregeln erleichtern. Schritt für Schritte werden auch die Verbindungen in die Nachbarländer wieder aufgenommen. Eine neue Auslastungsanzeige auf bahn.de und in der Navigator-App soll den Fahrgästen helfen, voll Züge zu meiden.

Umweltfreundlich mobil im Urlaub

So., 24.05.2020 - 17:28
Corona führt dazu, dass der Urlaub 2020 sich für viele Menschen anders gestalten wird als in den Vorjahren. Flug- und Fernreisen werden unbeliebter, für manche Länder auch unmöglich. Man besinnt sich eher auf kürzere Entfernungen, die Devise ist allseits "bleibe im Lande". Das bietet neue Chancen für in den letzten Wochen arg gebeutelte Urlaubsregionen, es droht aber auch ein hoher Verkehrsdruck, der für einige Ausflugsziele heute schon sichtbar ist. Umweltfreundliche Mobilität in der Urlaubsregion und auf dem Weg dorthin wird wichtiger denn je. Der Fahrgastverband PRO BAHN hat ein Faltblatt "Mobilität im Urlaub" vorbereitet, welches den Tourismusregionen Kriterien an die Hand gibt, um die Situation vor Ort zu überprüfen und zu verbessern bzw. in die Diskussion mit Politik und Verkehrsunternehmen einzubringen. Weniger frequentierte Regionen können so ihr Profil stärken; stark ausgelastete Ziele den Verkehrskollaps vermeiden.

25 Jahre RMV und NVV – eine gemischte Bilanz

So., 24.05.2020 - 11:40
PRO BAHN Hessen wirft einen eingehendem Blick auf die 25 Jahre der beiden hessischen Verkehrsverbünde und zieht dabei eine gemischte Bilanz. RMV und NVV sind am 28.5.1995 gestartet und decken fast das ganze Bundesland ab. In einem längeren Bericht zur Entwicklung der Verbünde aus Fahrgastsicht wird Erfreuliches und weniger Erfreuliches geschildert.

ÖPNV-Rettungsschirm für Innovationen nutzen

Do., 21.05.2020 - 13:39
Der Fahrgastverband PRO BAHN unterstützt Forderungen der Kommunen und der Landesverkehrsminister nach einem Rettungsschirm für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). An den Rettungsschirm sollten Qualitätsziele im Bereich Fahrgastinformation, Tarif und Fahrkartenvertrieb gebunden werden, damit der ÖPNV nach der Krise attraktiver sein kann als zuvor.

Eisenbahner mit Herz als Lebensretter

Di., 19.05.2020 - 11:35
Die Aktion "Eisenbahner mit Herz" der Allianz pro Schiene folgt in diesem Jahr dem Motto "Lebensretter". Zwei oberbayerische Bahnmitarbeiter wurden dafür ausgezeichnet, dass sie Fahrgästen in lebensbedrohlichen Situationen an Bahnhöfen halfen. Ein weiterer Preisträger hat unter Fußballfans eine Spendenaktion für die Kinderkrebshilfe initiiert. Zusätzlich wurde ein Sonderpreis für die "Betreuung eines Nachwuchseisenbahners" sowie elf Preise an Landessieger vergeben. Zur Jury für die "Eisenbahner mit Herz" gehörte auch dieses Jahr wieder Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband PRO BAHN. Wir gratulieren allen Preisträgern!

Mehr statt weniger Bahnpersonal

Mo., 18.05.2020 - 22:38
Der Fahrgastverband PRO BAHN hält überhaupt nichts von der Idee des Bundesverkehrsministers, ausgerechnet beim Eisenbahnpersonal zu sparen. Personalabbau im Bahnbereich widerspreche allen Erkenntnissen der jüngeren Vergangenheit. PRO BAHN sieht die Gefahr, dass vermehrt Zugausfälle und nicht besetzte Stellwerke drohen, und weist darauf hin, dass zur Umsetzung des vom Verkehrsministerium geplanten "Masterplans Schienenverkehr" mehr und nicht weniger Personal notwendig wird.

Saisonverkehr Mecklenburgische Südbahn

So., 17.05.2020 - 13:19
Letztes Jahr gab es viel Trubel um die Mecklenburgische Südbahn. Im November kam dann die positive Nachricht zum bestellten Saisonverkehr. Coronabedingt hat sich der Start verzögert, aber am kommenden Donnerstag geht es los: Die ODEG bedient den Abschnitt Parchim – Karow – Plau im Rahmen der neuen RB19; die Hanseatische Eisenbahn verlängert ihre RB15 von Waren über Malchow hinaus nach Karow. Es verkehren jeweils wochenends und feiertags drei Zugpaare sowie ein Zugpaar der RB19 am Freitagabend. Der Eröffnungszug der ODEG startet bereits am Mittwoch um 18:41 Uhr in Parchim. In den Vorjahren war mit Unterstützung von PRO BAHN ein kommunal und ehrenamtlich organisierter Saisonverkehr angeboten worden.

Containerterminal Pfullendorf

Sa., 16.05.2020 - 16:09
Mit viel Engagement vor Ort ist es gelungen, das Containerterminal Pfullendorf wieder ans Bahnnetz anzuschließen. Pfullendorf liegt an der sogenannten Räuberbahn, deren östlicher Abschnitt durch Verpachtung an Anliegerkommunen vor der Zerstörung gerettet wurde, und wo seit gut zehn Jahren auch wieder Bahnverkehr stattfindet. Pachtvertrag, Reaktivierung im Personen- und Güterverkehr und nun der Anschluss der Verladeanlage sind ein hervorragendes Beispiel dafür, dass regionale Initiativen im Schienenverkehr etwas ausrichten können. Die Randbedingungen dafür sind in Baden-Württemberg sicherlich etwas besser als beispielsweise in Bayern.

Schienenpersonenfernverkehr in die Nordseeregion Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund

Fr., 15.05.2020 - 17:24
Im ersten und zweiten Gutachterentwurf zum Deutschland-Takt ist für die Nordseeregion Wilhelmshaven/Friesland/Wittmund kein Schienenpersonenfernverkehr vorgesehen. Die zentralen Forderungen der Region wie auch des PRO BAHN-Regionalverbandes Ems-Jade sind jedoch die direkte Anbindung an Fernverkehrszüge sowie eine Reduzierung der Umsteigevorgänge zum Erreichen der Region und der Küste. Dieser Forderung hat sich nun das Land Niedersachsen angeschlossen und fordert ebenfalls für einen dritten Gutachterentwurf die entsprechende Berücksichtigung. Der niedersächsische Verkehrsminister, Dr. Bernd Althusmann hast daher kürzlich dem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer per Brief gebeten, die Verbesserung der Fernverkehrsanbindung der Nordseeküste auf der Schiene im Bereich der ostfriesischen Inseln und der ostfriesischen Halbinsel bei den Planungen im Rahmen des Deutschland-Taktes zu prüfen.

Pilotprojekt zur Wiederbelebung grenzüberschreitender Nachtzüge

Do., 14.05.2020 - 22:43
Die Europäische Kommission hat die Ausschreibung für ein "Pilotprojekt zur Wiederbelebung grenzüberschreitender Nachtzüge" veröffentlicht (weiterführende Dokumente). Es soll bewertet werden, was die Weiterentwicklung des europäischen Nachtzugverkehrs behindert. Weiter soll die Studie die Auswirkungen analysieren, und Maßnahmen definieren, wie die Hindernisse überwunden werden können. Das Projekt soll etwa im zweiten Halbjahr 2020 durchgeführt werden.

PRO BAHN fordert bessere Erstattungsregeln

Do., 14.05.2020 - 09:25
Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert, dass die DB ihre Kulanzregeln Anfang Mai erheblich eingeschränkt hat. Für Bahnfahrten bis 4.5.2020 konnten auch Super-Sparpreis-Tickets unbürokratisch gegen einen drei Jahre gültigen Reisegutschein eingetauscht werden konnten. Für spätere Fahrten ist nur noch eine Verschiebung der Reise bis Ende Oktober möglich. Ausfallende Veranstaltungen, geschlossene Hotels, Besuchsverbote, Furcht vor Ansteckung, Maskenpflicht – der Coronavirus kennt den Termin 4. Mai nicht, und sorgt leider weiterhin dafür, dass Fahrgäste gebuchte Fahrten nicht antreten können. Beispielsweise Urlaubsreisen oder Fahrten zu nicht stattfindenden Veranstaltungen sind meist nicht einfach auf einen anderen Termin verschiebbar. Die Maskenpflicht für Fernzüge wurde extrem kurzfristig angekündigt, und führt ebenso zur Änderung von Reiseplänen. PRO BAHN sieht auch die Politik in der Pflicht, und nennt als Beispiel die Thomas-Cook-Pleite, bei der Entschädigungen für klimaschädliche Flugreisen politisch organisiert wurden.

Weiterhin Wettbewerbsprobleme

Mi., 13.05.2020 - 16:56
Auch Jahrzehnte nach Beginn des Ausschreibungswettbewerb für Bahnverkehre gibt es immer wieder Anlaufprobleme. Während heute der VRR sein Problemkind Abellio abgemahnt hat, drückt sich das Stuttgarter Verkehrsministerium in Bezug auf Go-Ahead noch recht diplomatisch aus. Und zur kommenden Übernahme von Verkehren in Bayern liest man in einem Kommentar: "Betriebsübernahmen sind in Bayern meist schiefgelaufen." Solche Fehlleistungen sind natürlich ein Grund für nie abreißende Forderungen, das Wettbewerbssystem im ländergesteuerten Regionalverkehr wieder durch eine öffentliche Bahngesellschaft zu ersetzen, deren Defizite wie vor 1994 vom Staat übernommen werden. Andere Stimmen fordern, das Monopol der DB AG im Fernverkehr durch staatliche Ausschreibungen zu ersetzen. Insbesondere die Bundespolitik möchte die DB AG als privatwirtschaftliche Organisation schützen, und scheut vor Strukturänderungen zurück, weil man die (auch haushaltspolitischen) Risiken scheut.

Regio-S-Bahn-Linie Malente – Lübeck

Mi., 13.05.2020 - 11:29
Der Fahrgastverband PRO BAHN Schleswig-Holstein/Hamburg hat sein Konzept zur Einführung einer Regio-S-Bahn Lübeck um eine Regio-S-Bahn-Linie Malente – Lübeck erweitert und vorgeschlagen, auch den Streckenabschnitt Malente Nord – Malente der Bahnstrecke Lütjenburg – Malente zu reaktivieren.

Maskenpflicht in Fernzügen

Di., 12.05.2020 - 11:32
Überraschend hat die DB ab heute die Pflicht zur Bedeckung von Mund und Nase auch auf Fernzüge ausgedehnt. Dies wurde gestern leider sehr versteckt angekündigt (siehe auch bahn.de/corona). Das Abnehmen der Maske zum Verzehr von Speisen und Getränken ist erlaubt. Trotzdem handelt es sich wegen der längeren Dauer von Fernreisen natürlich um eine große Einschränkung. Auslöser war wohl eine entsprechende Verschärfung des Landes Baden-Württemberg. Ob sich aus der Maskenpflicht eine Stornierungsmöglichkeit für Fahrkarten ergibt, bleibt unklar. PRO BAHN hätte sich statt einer grundsätzlichen Maskenpflicht eher eine stärkere Kontrolle der wirklich kritischen Punkte, wie z.B. Ein- und Aussteigen gewünscht, sowie ein bessere Anpassung des Zugangebots an die Abstandsregeln.

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